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JÄGER ERSCHOSS TIERPARK-WÖLFIN


Klingenthal. Kurz nach 15 Uhr fiel gestern im Klingenthaler Lärchenwald ein Schuss - dann war die Wölfin (5) tot.
Sie war am Samstag aus dem nahe gelegenen Tierpark ausgebrochen,
hatte im Vogtland in den vergangenen zwei Tagen "Wolfsalarm" ausgelöst.

(Artikel aus der Dresdner Morgenpost vom 20.02.2001)




Jetzt können die Vogtländer wieder beruhigt schlafen - nur einer nicht: Wolfsrüde "Struppi" (8). Der ist wieder einsam und allein in seinem Gehege. Wie schon seit über einem Jahr. Damals war seine langjährige Partnerin gestorben. Um ihm wieder Gesellschaft zu verschaffen, war die neue Wölfin erst vor drei Wochen aus dem Schwarzwald nach Klingenthal gezogen.

Tierparkdirekter Dietmar Dörfel: "Die beiden haben sich auf Anhieb gemocht." Kein Grund also für die Wölfin aus dem Gehege auszubrechen.

Das sollte auch eigentlich unmöglich sein. Das Gehege ist mit einem 2,50 Meter hohen Gitter umzäunt, die Eisenstangen sind nach innen gebogen, vorn angespitzt. Dennoch fand die "Dame" einen Weg. Dörfel: "Ich habe sie auf dem Dach ihres Stalles gesehen. Dann war es nur noch ein Sprung übers Gitter."

Vom Tierpark aus schlich die Wölfin zuerst durch das nahe gelegene Neubaugebiet, dann verschwand sie in Richtung Zwota. Am Sonntagnachmittag wurde sie im Raum Muldenburg/Kottenheide gesehen. Polizei, BGS und Jäger versuchten, ihr zu folgen.

Gestern entdeckte ein Jäger die Aussreisserin und erschoss sie. Ob sie Heimweh nach dem Schwarzwald hate, oder schon wieder auf dem Weg zu Struppi war - wir werden es nie erfahren.

Herzlichen Dank an Peter J. Müller für diesen Artikel!!


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